Die richtigen Wegweiser zum Traumberuf

Handelsblatt Nr. 229 vom 27.11.2013 Seite 014
Autorinnen; Barbara Gillmann, Stefani Hergert

Viele Schüler haben keine Vorstellung davon, wie der Alltag in vielen Berufen aussieht. Lehrer und Unternehmer wollen gemeinsam für mehr Orientierung sorgen.
Was ein technischer Konfektionär oder die biologisch-technische Assistentin im Job so macht? Die meisten Schüler wissen das nicht. Woher auch? Eltern und Freunde kennen viele Berufe ja auch nicht. Und Lehrer, die als Abiturienten von der Schule direkt an die Hochschule und von dort als Referendar wiederum direkt an die Schule gegangen sind, haben nie einen Fuß in ein Unternehmen gesetzt. Von den 345 Ausbildungsberufen kennen sie oft nur jene, die ihnen im Alltag begegnen. Auch deshalb hat das Handelsblatt seinen 7. Jahreskongress „Wirtschaft und Schule“ diesem Thema gewidmet. Mehr als 200 Vertreter von Schulen, Unternehmen, Politik und Bildungsinitiativen diskutierten zwei Tage in Berlin darüber, wie Lehrer junge Menschen besser auf die Zeit nach dem Schulabschluss vorbereiten können. „Es ist wichtig, dass Schule und Wirtschaft zum Wohle aller Jugendlichen zusammenarbeiten“, sagte die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann auf dem Kongress. Auch Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth ist überzeugt, dass es ohne das Engagement der Unternehmen nicht geht. „Vieles, was wir tun, machen wir, weil der Staat es nicht tut.“ Deutlich wurde auf dem Kongress aber auch: Wie weit das Engagement von Unternehmen an Schulen gehen soll und darf, ist umstritten.

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